Allgemein

Neuaufbau der vollautomatisierten Pizzabackmaschine im Raum W17. Die Maschine hat die Funktion, eine Bestellung eines Kunden entgegen zu nehmen und eine frisch gebackene Pizza zu produzieren. Die Bestellungen sollen über ein Touchpanel entgegen genommen werden. Jeder Benutzer kann seine persönliche Lieblingspizza in Auftrag ge-ben. Dem Kunden stehen Tomatensoße, Käse und zwei weiteren Zutaten zur Verfügung. Eine Zutat soll aus Fleisch bestehen. Wir wählen eine Salami aus die nicht aus Schweine-fleisch besteht. Dadurch können auch muslimische Kunden eine Salamipizza essen. Die zweite Zutat soll ein vegetarisches Gemüse werden damit auch Vegetarier eine Pizza an unserer Maschine bestellen können. Die frischen Pizzarohlinge werden in einem Magazin gelagert. Nachdem eine Bestellung in Auftrag gegeben wurde, wird das Förderband mit einem Pizzarohling bestückt. Die Belegungsanlage für Tomatensoße, Zutaten und Käse wird über das Förderband montiert. Mit Hilfe von Lichttastern wird die aktuelle Position des Pizza-rohlings geprüft. Die Belegungstationen werden über Pneumatikzylinder gesteuert um eine gleichbleibende Portionierung zu garantieren. Nachdem der belegte Pizzarohling am Ende des Förderbandes geparkt wird nimmt der Industrieroboter Fanuc LR Mate 100 die Pizza auf und befördert diese in den Ofen. Je nach Kundenwunsch kann eine Pizza heller oder dunkler gebacken werden. Je dunkler und knuspriger eine Pizza sein soll, desto länger ist die Backzeit. Die Ofenklappe wird hierbei über einem Pneumatikzylinder geöffnet und wieder geschlossen. Nach Beendigung der Backzeit nimmt der Industrieroboter die Pizza aus dem Ofen und transportiert sie zur Abnahmestation. Dort kann der Kunde seine Pizza entgegenneh-men. Die gesamte Anlage wird über eine Phoenix Contact SPS gesteuert. Diese kommuniziert über Profinet mit dem Touchpanel und dem zweitem Schaltschrank. Das Förderband erhält seinen Startbefehl über die SPS. Als Sicherheitseinrichtung wird an der Ausgabe-theke und vor dem Förderband jeweils ein Sicherheitslichtgitter installiert. Dieser schützt den Kunden vor der Anlage. Die Steuerung der Sicherheitseinrichtung wird über ein Phoenix Contact PSR-TRISAFE-M Sicherheitsmodul realisiert, welches die Verwaltung des Not-Aus Kreises sowie des Lichtgitters übernimmt. Um die Lebensmittelechtheit zu garantieren, werden nur lebensmittelechte Materialien verwendet. Weiterer Bestandteil des Projekts ist es eine Homepage zu programmieren und ein Werbevideo zu erstellen, welches die Entstehungsphase sowie den Funktionsablauf der Anlage darstellt. Das Video soll über die Videoplattform www.youtube.com erfolgen.




Bestellung

Der Kunde gibt seine Bestellung über ein Touchpanel auf. Vor der Bestellaufnahme wählt der Kunde die Displaysprache aus. Zur Verfügung stehen vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch. Wählt man seine Sprache aus, gelangt man auf die "Speisekarte". Dort wählt man seine Lieblingspizza aus und bestätigt die Auswahl. Nach der Bestätigung gelangt man zur letzten Seite. Dort stellt der Kunde ein wie hell oder dunkel die Pizza gebacken werden soll. Zusätzlich wird auch abgefragt, ob der Roboter die Pizza nach dem Backen zum warmhalten einlagern soll oder sofort an den Kunden ausgeben soll. Bestätigt man seine Auswahl, fängt die Maschine sofort an die Pizza zu-zubereiten. Im Display läuft nun ein Countdown runter. Je nach Auswahl variiert die Backzeit. Man kann den Auftrag auf dem Touchpanel abbrechen. Die Maschine stellt sofort den Betrieb ein und fährt wieder in den Grundzustand.




Magazin

Das Magazin befindet sich am Anfang des Förderbandes. Die Bleche mit Pizzarohlingen liegen dort auf einer Rutsche. Über einem Vereinzeler, der pneumatisch gesteuert wird, werden die Pizzarohlinge auf das Förderband gefahren. Das Magazin ist ein ge-schlossenes und gekühltes System. Der Füllstand des Magazins wird überwacht.




Bestückungsstation

Die Bestückungsstation befindet sich über dem Förderband. Insgesamt gibt es vier Sta-tionen: Tomatensoße, Salami, Pilze und Käse. Über pneumatische Zylinder erfolgt das Portionieren. Station: Tomatensoße (Bild 1.17) Die Tomatensoße befindet sich in einem Behälter. Mit einem Zylinder wird Druck auf die Tomatensoße aufgebaut. Die Soße drückt sich durch eine Düse und wird so regel-mäßig auf den Pizzarohling verteilt. Station: Salami / Pilz (Bild 2.17) Salami ist vorgeschnitten. Durch ein Halteblech an einem Pneumatikzylinder wird die Salami oben gehalten. An dem darunter liegenden Halteblech werden die Salamischei-ben vereinzelt auf die Pizza fallen gelassen. Im Selben Prinzip arbeitet auch die Station: Pilz. Station: Käse (Bild 3.17) Der bereits geriebene Käse befindet sich in einem Behälter. Durch die flotte hin und her Bewegung eines darunterliegenden Siebes, durch einen Pneumatikzylinder angetrieben, fallen die einzelnen Käseraspeln auf die Pizza. Nachdem die Pizza fertig belegt wurde, fährt sie zur Endstellung am Ende des Förder-bandes. Dort wird sie dann vom Industrieroboter aufgenommen.




Roboter

Der Industrieroboter wird über das Handprogrammiergerät programmiert. Er besitzt speziell auf unsere Bleche angefertigte Greifer. Die Greifer werden mit Druckluft "auf" bzw. "zu" gefahren. Der Roboter bekommt fünf Eingänge programmiert. "Pizzarohling bereit", "Pizzaofentür auf", "Pizza ausgeben", Not-Aus" und "Grundstel-lung"




Pizzaofen / Warmhaltestation

Die Pizzaofentür wird Pneumatisch "auf" bzw. "zu" gefahren. Die Temperatur kann nur per Hand eingestellt werden. Die Ofentemperatur wird über einem Thermofühler ab-gefragt. Die Anlage ist erst einsatzbereit wenn die Solltemperatur erreicht wurde. Über dem Ofen befindet sich die Warmhaltestation. Durch die Eigenwärme des Ofens und ei-ner zusätzlichen Wärmelampe wird die Pizza warm gehalten.




Sicherheit

Die komplette Anlage wird über eine Not-Aus Kette abgesichert. Bei Unterbrechung der Kette, stoppt die komplette Anlage. Erst mit Quittierung auf dem Touchpanel läuft die Maschine weiter. Zwei Lichtgitter schützen das Förderband und den Roboter vor ein-greifen in die Maschine. Drei Not-Aus Schalter werden sichtbar und zentral verbaut.




Zielgruppe

Mit unserer Anlage sprechen wir jede Zielgruppe an, da wir absichtlich auf Schwein ver-zichten und zusätzlich eine vegetarische Pizza anbieten. Man gewinnt jede Menge Auf-merksamkeit wenn man Pizza mit Technik vereinen kann.




Projekteinsatz

Unsere vollautomatisierte Pizzabackmaschine wird am 30. Januar 2016 im Rahmen des Infotages der BBS 1 in Mainz vorgeführt. Die Bedienung und Funktion der Anlage wird ausgiebig vor Publikum präsentiert. Ein Kunde aus dem Publikum darf während des Vor-trages eine Bestellung in Auftrag geben. Nach der Präsentation besteht die Möglichkeit weitere Pizzen zu bestellen. Die Vorstellung und Betreuung der Anlage erfolgt durch die Projektleiter Manuel Di Leo, Aziz Demirbas, Tim Rothley, Rene Mussel und Said Tural. Unsere Projektbetreuer sind Herr Musielack und Herr Löser.